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Süddeutsche Zeitung 13-03-08 – Ingrid Zimmermann
Die Künstlerin bearbeitet ihre Bildgründe anders als üblich. Es ist, als ob sie, einen Kontrakt mit den Farben – besser: dem Farbmaterial - schließt, die nun ihrerseits an diesem Schöpfungsvorgang konstruktiv teilhaben umgesetzt. Um nicht Sichtbares in der realen Welt geht es in den zum Teil sehr großformatigen Arbeiten von ingefrank.

Sie schaut nicht nur auf die Schönheiten des Planeten herunter, sondern hinein in seine Haut, in der es ständig arbeitet, glüht, lodert, explosive chemische Prozesse ablaufen, die Hölle los sein kann mit diesem Ineinanderschmelzen von Farben, Formen und mehrdimensionalen Strukturen der Materie bis hinein in die Nanowinzigkeit.

Verdichtung und Vakuum treiben hier ihr Spiel und jedes der Bilder hat eine Megastruktur, die an eine reale Landschaft erinnert. Doch das Brodeln dahinter, die ständige evolutionäre Schwerarbeit der Wandlung bis hinein in die atomaren Welten ist unübersehbar – und vor allem buchstäblich fühlbar. Vibrierend in der Schönheit und Wildheit – wie das vulkanischen Lebens unter der Kruste.

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ingefrank | firenze | 90 x 100 cm

ingefrank | firenze